Solarpanele auf Weltkurs: Neue Kooperation mit Team Malizia und Boris Herrmann

Team Malizia in der Arktis mit Solarpanelen von FLIN solar

Wir bei FLIN solar sind stolz darauf, offizieller technischer Partner von Team Malizia zu sein. Gemeinsam mit dem Segelteam um Skipper Boris Herrmann rüsten wir das Forschungssegelboot Malizia Explorer mit speziell entwickelter maritimer Solartechnik aus.

Für uns ist diese Zusammenarbeit besonders wertvoll. Auf Expeditionen in die Antarktis, bei Atlantiküberquerungen und in den Fjorden Grönlands können wir unsere Systeme unter anspruchsvollen Umweltbedingungen im realen Einsatz testen und kontinuierlich weiterentwickeln. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen direkt in die Weiterentwicklung unserer Solarlösungen für Segler ein. 


Boris Herrmann auf der Malizia Explorer


Die Malizia Explorer ist eine Forschungsplattform, die Hochseesegeln mit Ozeanforschung und Bildungsprojekten verbindet. Auf ihren Expeditionen sammelt die Crew rund um die Uhr Klimadaten, die unter anderem Forschungseinrichtungen wie dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und dem Alfred-Wegener-Institut zur Verfügung gestellt werden.

Für diese wissenschaftliche Arbeit ist eine zuverlässige Stromversorgung an Bord entscheidend.


Warum Solarpanele von FLIN an Bord der Malizia Explorer wichtig ist

Wer längere Schläge unternimmt oder anspruchsvolle Expeditionen plant, ist auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen. Navigationsinstrumente, Autopilot, Kommunikation und Verbraucher wie Kühlschränke benötigen kontinuierlich Energie. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten zur Energieerzeugung an Bord begrenzt.

Dieselmotoren und Generatoren können Strom bereitstellen, verursachen dabei jedoch Kraftstoffverbrauch, lokale Abgase, Geräusche und Vibrationen. Solarstrom bietet deshalb eine Möglichkeit, einen Teil des Energiebedarfs direkt an Bord zu erzeugen.



schneebedecktes FLINRail in der Reling


Auf Segelbooten stellt die Nutzung von Solarenergie besondere Anforderungen an die Technik. Feuchtigkeit, Salzwasser, UV-Strahlung und Wind wirken dauerhaft auf die Komponenten ein. Hinzu kommt die wechselnde Verschattung durch Mast, Wanten, Baum und Segel. Für eine möglichst hohe Energieautarkie auf dem Boot kommt es deshalb nicht allein auf die installierte Modulfläche an. Montageort, Ausrichtung und die Verteilung der Solarflächen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Auf einem Forschungssegelschiff wie der Malizia Explorer kommen zusätzlich umfangreiche wissenschaftliche und technische Systeme hinzu. Messgeräte und Bordsysteme müssen auch auf langen Etappen kontinuierlich mit Energie versorgt werden. Unsere ausrichtbaren und bifazialen Solarmodule tragen dazu bei, einen Teil dieses Energiebedarfs geräuscharm und ohne lokale Emissionen direkt an Bord bereitzustellen.


ausrichtbares FLINRail in der Reling

FLIN-Technologie an Bord: Solarflächen sinnvoll nutzen

Als offizieller technischer Partner von Team Malizia unterstützt FLIN solar die Malizia Explorer direkt mit maritimer Solartechnik im anspruchsvollen Praxiseinsatz auf den Weltmeeren. Einen Teil der Energieversorgung an Bord deckt das Segelteam über die Solarsysteme des Kieler Unternehmens ab.

Da freie Flächen auf Segelbooten stark begrenzt sind, entwickelt FLIN solar gezielte Lösungen für unterschiedliche Einbausituationen an Deck, an der Reling oder am Mast. Das gemeinsame Ziel an Bord der Forschungsyacht ist es, die vorhandenen Flächen so effizient wie möglich für die Stromerzeugung zu nutzen und die physikalischen Auswirkungen von unvermeidbaren Teilverschattungen durch das Rigg systematisch zu reduzieren.


FLINrail+: ausrichtbare Solarenergie an der Reling

Das FLINrail+ wird an der Reling montiert und lässt sich manuell zum Sonnenstand ausrichten. Gerade bei tief stehender Sonne kann eine solche Ausrichtung den Solarertrag gegenüber ungünstig ausgerichteten Flächen verbessern.

Das bifaziale Modul kann Sonnenlicht sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite nutzen. Reflektiertes Licht von Wasser oder Deck kann dadurch zusätzlich zur Stromproduktion beitragen. Wie hoch dieser zusätzliche Ertrag tatsächlich ausfällt, hängt unter anderem von Ausrichtung, Reflexion, Verschattung und Montageumgebung ab.

FLINrail+ Solarpanel für die Reling an Booten und Yachten

FLINsail+: zusätzliche Solarfläche am Mast

Das FLINsail+ erschließt die vertikale Mastfläche für die Solarstromproduktion, ohne zusätzliche Decksfläche zu beanspruchen.

Je nach Schiffsgeometrie und Segelführung kann diese Position außerdem dabei helfen, Solarflächen anders über das Schiff zu verteilen und damit Verschattungseffekte zu reduzieren.

Das System wird durch eigens entwickelte und gefertigte Mastrutscher oberhalb des
Großsegelkopfes in die Mastnut oder an die Mast T-Schiene eingeklickt, ohne das
Großsegel ausfädeln zu müssen. Die zwei bis sechs übereinander montierten 100Wp
Module können simultan der Längsachse nach und über den Großbaum zur Sonne
ausgerichtet werden.


FLINflex+: Solarstrom auf gewölbten Flächen

Semiflexible FLINflex+-Module lassen sich dort einsetzen, wo starre Panels schwierig zu montieren sind – beispielsweise auf geeigneten gewölbten oder flexiblen Flächen an Bord. Gerade auf Segelbooten ist diese Flexibilität relevant, weil freie, dauerhaft unverschattete Flächen begrenzt sind.


Warum geräuscharme Energieerzeugung für Forschung relevant sein kann

Solarmodule erzeugen Strom ohne laufenden Verbrennungsmotor. Dadurch entstehen während der Stromproduktion weder Motorgeräusche noch motorbedingte Vibrationen oder lokale Abgase. Dieser Aspekt kann insbesondere dort relevant sein, wo wissenschaftliche Messungen möglichst geringe lokale Störeinflüsse erfordern.
Ein Beispiel liefert die geplante Forschung in Ostgrönland. Im Rahmen der MEGA-Fjord-Expedition untersucht das Team unter anderem den Einfluss warmen Atlantikwassers auf Gletscher und Fjordsysteme. Parallel soll mit passivem akustischem Unterwassermonitoring untersucht werden, wie Schiffsverkehr und Tourismus die arktische Unterwasser-Klanglandschaft beeinflussen. Geräuscharm erzeugter Solarstrom kann grundsätzlich dazu beitragen, zusätzliche Lärm- und Vibrationsquellen an Bord zu reduzieren.

Gerade diese Trennung ist wichtig: Solarenergie ersetzt nicht automatisch sämtliche andere Energiequellen an Bord. Sie kann aber einen Teil des Strombedarfs decken und damit die Bordenergieversorgung ergänzen.


Was Segler für das eigene Boot daraus lernen können

Trotz unterschiedlicher Einsatzprofile teilen Forschungs- und Fahrtenyachten einige grundlegende Herausforderungen bei der Solarstromversorgung: begrenzte Flächen, wechselnde Sonnenstände und Verschattung durch Rigg und Segel. Für die Planung einer Solaranlage auf dem Segelboot lassen sich daraus einige praktische Grundsätze ableiten.


Montageort und Ausrichtung zusammendenken

Nicht allein die Nennleistung eines Solarmoduls entscheidet über den tatsächlichen Ertrag. Gerade seine Position an Bord ist entscheidend.

Ausrichtbare Systeme an der Reling können insbesondere morgens, abends oder in nördlichen Revieren Vorteile bieten, weil sich der Winkel zur Sonne verändern lässt.


Verschattung möglichst reduzieren

Mast, Wanten, Baum und Segel erzeugen auf einer Segelyacht ständig wechselnde Schatten. Die Solarflächen sollten deshalb möglichst so verteilt werden, dass nicht alle Module gleichzeitig von derselben Verschattung betroffen sind.

Geeignete Ladetechnik und die elektrische Auslegung des Systems spielen dabei ebenfalls eine Rolle.


Unterschiedliche Flächen nutzen

Reling, Mast oder geeignete flexible Flächen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Statt ausschließlich nach der größtmöglichen Modulfläche zu suchen, kann es sinnvoll sein, mehrere geeignete Positionen miteinander zu kombinieren. Das Prinzip ist bei einer Fahrtenyacht dasselbe wie bei anspruchsvolleren maritimen Anwendungen: Entscheidend ist nicht nur, wie viel Solarleistung installiert wird, sondern wo und unter welchen Bedingungen sie tatsächlich Strom erzeugen kann. Als weiteren Grundsatz muss man auch die Hitzeableitung aufführen, da mit zunehmendes Temperatur die Leistung in die Knie geht.


Sie planen die Solarstromversorgung für Ihr eigenes Segelboot?

Das FLIN-Team in Kiel unterstützt bei der Auswahl und Auslegung einer passenden Solarlösung für den individuellen Energiebedarf an Bord.


Kann eine Solaranlage auf dem Segelboot einen Kühlschrank versorgen?

Mit einer ausreichend dimensionierten Solaranlage kann der Energiebedarf eines Kompressor-Kühlschranks teilweise oder – bei passenden Bedingungen – vollständig über Solarstrom gedeckt werden. Entscheidend sind unter anderem Verbrauch, installierte Solarleistung, Batteriekapazität, Verschattung und Wetterbedingungen.


Welche Vorteile bieten ausrichtbare Solarmodule an der Reling?

Ein ausrichtbares Modul kann an den Sonnenstand angepasst werden. Das kann besonders bei tief stehender Sonne morgens und abends oder in nördlichen Revieren den Energieertrag verbessern.


Was bringen bifaziale Solarmodule auf einem Boot?

Bifaziale Module können Licht auf beiden Modulseiten nutzen. Neben direkter Sonneneinstrahlung auf der Vorderseite kann reflektiertes Licht von Wasser oder Deck auf der Rückseite zusätzlichen Strom erzeugen. Der tatsächliche Mehrertrag hängt stark von Montage, Ausrichtung und Umgebung ab.


Sind FLIN-Solarsysteme für den Einsatz auf See ausgelegt?

Die FLIN-Systeme sind für maritime Anwendungen entwickelt und berücksichtigen typische Anforderungen auf Segelbooten wie Feuchtigkeit, Salzwasser, Wind und begrenzte Montageflächen.


Wie lässt sich die Energieautarkie auf einem Segelboot erhöhen?

Neben ausreichend Solarleistung sind vor allem das eigene Verbrauchsprofil, Batteriekapazität, Verschattung, Montageorte und die Ausrichtung der Module entscheidend. Oft ist eine Kombination verschiedener Solarflächen sinnvoller als ein einzelnes großes Modul.