FLINsail

Das FLINsail ist ein modulares Solarsystem, das in der Mastnut wie ein Segel gehisst und geführt wird. Mit Hilfe der patentierten FLIN-Mastrutscher lässt sich das FLINsail oberhalb des Großsegels in die Mastnut einklicken. Durch seine Gleitlager ist es optimal zur Sonne ausrichtbar und erzielt so höchste Effizienz. Mit den Führungsleinen lassen sich die Solarmodule synchron ausrichten. Die Anzahl der Solarmodule des FLINsails ist an den Energieverbrauch der Segelyacht angepasst. Durch den modularen Aufbau sind Ausführungen mit zwei bis sechs Solarpanelen möglich.

Das FLINsail bringt viele Vorteile

Durch den erhöhten Aufbau am Mast der Segelyacht sind die Solarmodule nur selten verschattet. Außerdem werden die Module durch eine gute Hinterlüftung gekühlt, wodurch sie noch mehr Leistung bringen.

Perfekter Winkel - Höchste Effizienz

Entscheidend für die maximale Leistung eines Solarmoduls ist dessen Ausrichtung im perfekten Winkel. Für die maximale Energiegewinnung durch Sonneneinstrahlung lassen sich die Solarmodule im FLINsail synchron zur Sonne ausrichten. Dies ermöglicht auch in den Abendstunden bei tiefstehender Sonne maximale Gewinnung an Solarenergie. Steht das FLINsail im perfekten Winkel, erreichen Sie sogar größere Ladeströme als unter Verwendung eines gängigen Landstrom-Ladegeräts. 

 

Testen Sie mit dem nebenstehenden Modell, wie sich der Einfallswinkel der Sonne auf die Effizienz eines 100-Watt-Solarmoduls auswirkt. Bewegen Sie das Panel per drag und drop oder klicken Sie auf einen der Ausrichtungspunkte.

100

W

Ihre individuelle Lösung

Durch den modularen Aufbau passen wir das FLINsail optimal an Ihren individuellen Energieverbrauch an. Bereits mit zwei Solarmodulen versorgt das Solarsegel von FLIN die klassichen Verbraucher einer 30-Fuß-Yacht mit ausreichend Energie. In der derzeit maximalen Ausführung mit sechs Solarmodulen wird die Reichweite einer e-motorisierten Segelyacht bei Flaute mehr als verdoppelt.

Es ist ganz einfach

Der zeitliche Aufwand beim Auf- und Abbau des FLINsails beträgt weniger als fünf Minuten. Das FLINsail wird direkt aus der FLIN-Tasche mit den Mastrutschern oberhalb des Großsegels eingesetzt und wie ein Segel gehisst. Beim Einholen des Systems gleiten die Solarmodule direkt wieder in die handliche FLIN-Tasche hinein, sodass das FLINsail sogleich einfach und platzsparend verstaut werden kann.

Bleiben Sie flexibel

Das FLINsail bietet Ihnen die Möglichkeit, den Freiraum an Deck zu wahren, gleichzeitig nichts an Ihrer Segelyacht verändern zu müssen und trotzdem eine derart große Solarfläche aufzuspannen, die alle elektrischen Verbraucher inklusive E-Motor mit ausreichend Energie versorgt. Mit dem FLINsail nehmen Sie sich keinen Platz, sondern machen im Gegenteil ungenutzten Platz auf Ihrer Segelyacht nutzbar.

Seien Sie unabhängig

Mit dem FLINsail können Sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang Ihre Akkus aufladen. Sie sind somit mit genügend Energie versorgt, wenn Sie unter Großsegel segeln oder in der Bucht vor Anker liegen bleiben wollen, fernab von überfüllten Häfen. Sie können es sich aussuchen, wo die Reise hingehen soll und wo und wann Sie eine Pause einlegen möchten.

Wir achten auf Nachhaltigkeit

Durch den Einsatz von qualitativ hochwertigen und langlebigen Materialien verlängern wir die Lebensdauer des FLINsails. Der modulare Aufbau ermöglicht zudem einen steten Austausch einzelner Bauteile, sodass nur das jeweils betroffene Bauteil und nicht das ganze Produkt ersetzt werden muss. Um die Transportwege möglichst kurz zu halten, sitzen und produzieren unsere Lieferanten in Europa. 

Technische Details

Erfahren Sie mehr über die Herstellung, die Installation und die Handhabung des FLINsails.

 

Installation des FLINsails

Um die Bordbatterien mit dem FLINsail zu laden, wird ein Solarladeregler benötigt. Gerne bieten wir Ihnen diesen mit an.

Um das FLINsail nutzen zu können, müssen an der Segelyacht keine konstruktiven Veränderungen vorgenommen werden. Das FLINsail ist ein Plug&Play-System. Wird es eingesetzt, können die Kabel fliegend durch den Niedergang oder eine Luke verlegt werden. Alternativ kann als Decksdurchführung auch eine feste Buchse am Mastfuß gesetzt werden.

Ausrichtung der Solarmodule

Um die Solarmodule im FLINsail zur Sonne auszurichten, benutzen Sie die Führungsleinen. Die Solarmodule drehen sich synchron um die horizontale Achse in die gewünschte Position. Mit der Klemme fixieren Sie die Solarmodule in der gewünschten Lage. Durch das Schwenken des Großbaumes kann das FLINsail auch um die vertikale Achse ausgerichtet werden.

Optional bieten wir Laderegler mit Bluetooth-Schnittstelle an. Über ein Smartphone lässt sich der Ladestrom des FLINsails überwachen. Ist dieser maximal, sind die Solarmodule optimal ausgerichtet.

 

Widerstandsfähigkeit des FLINsails

Wir verwenden Solarmodule mit Multi-Busbar-Technologie: Diese sind extrem robust und können somit hohen Windlasten standhalten. In der Produkttestphase mussten die semiflexiblen Solarmodule Windböen von bis zu 38 Knoten abfangen, ohne Schaden zu nehmen. Durch die innovative Fertigungstechnik sind die Solarmodule sehr ausfallsicher und haben eine hohe Lebensdauer. 

Wir glauben an das FLINsail!

Wir haben schon einiges mit dem FLINsail erlebt. Erzählen Sie uns auch Ihre Erfahrungen und Geschichten.

 

Auf der Balena wird mit Solarenergie gewaschen

Als "Liveaboards" auf einem Segelschiff segeln wir natürlich viel. Aktuell gerade durch die norwegischen Fjorde. Aber immer freitags ist bei uns "Bootsputztag". Heute war wieder mal die Wäsche dran. Wir haben eine 3kg-Wandwaschmaschine aus Asien, die da für kleine Einzimmerwohnungen gedacht ist, aber viel auf Segelschiffen und Campern eingesetzt wird. Wir sind mit der Maschine sehr zufrieden, sie wäscht leise und braucht wenig Strom und Wasser. Für einen 60° Waschgang benötigt sie 520 Wh sowie ca. 20 Liter Wasser. Heute ist ein sonniger Tag, ideal zum Wäschetrocknen. Wir liegen an einer Schäre gut verankert. Mittags haben wir das Solarsegel von FLIN aufgezogen, um den Strom für's waschen zu generieren. Nun haben wir zwei Trommeln gewaschen, und auch Teigwaren gekocht - aber bereits um 16 Uhr haben wir wieder mehr Strom in den Batterien als Mittags.

Dank dem FLINsail sind wir also wirklich unabhängig, und können leben, wo immer wir wollen.

Gilles

Olga und der stromfressende Kühlschrank

Wer kennt es nicht? Das Segler-Klischee schlechthin: Man sitzt an Deck und es sind 30 Grad in der Sonne – jetzt ein schönes kaltes Bier. Aber der Bootseigner kommt doch glatt mit einem warmen Hellen unter Deck hervor: „Tut mir leid, doch vor Anker muss ich den Kühlschrank immer abstellen. Den Stromfresser kann ich nur unter Landstrom betreiben.“

Das kannten wir auch, doch durch das FLINsail ist dieses Problem passé. Wir haben bereits ein Solarmodul auf dem Deck montiert, doch richtig effizient ist das nicht. Besonders in den Abendstunden fällt die Ladung des Akkus fast komplett aus, da die Sonnenstrahlen einfach nicht im richtigen Winkel auf das Modul treffen. Man denkt häufig, dass die Sonnenkraft am Abend stark stagniert, da man anfängt, zu frieren, doch mit dem FLINsail kann man auch kurz vor dem Sonnenuntergang noch enorme Ladeströme mit bis zu 10 Ampere erwarten. Wir haben sogar einen gewissen Ehrgeiz entwickelt, da man über eine App schauen kann, wie viel Energie das FLINsail liefert. So finden wir immer die perfekte Ausrichtung zur Sonne. Rundum ein sehr gelungenes Produkt, das besonders das Ankern erleichtert und so unter anderem den Genuss kühler Getränke sichert.

Claus

Mina fährt elektrisch von Marstal nach Kiel

Im Sommer segeln zu gehen bedeutet in den nördlichen Gefilden nicht immer gleich, dass man auch gutes Wetter hat. Doch wir erinnern uns an den perfekten Sommer im Jahr 2019 mit viel Sonne, wenig Wind und einer Sicht ins Wasser, die bis zu acht Meter tief reichte.

Gleichzeitig bedeutet dies für Segler mit Elektromotor wie uns, ständig Angst zu haben, nicht weit genug zu kommen - Doch dank des FLINsails war diese in dem Sommer verschwunden. Teilweise konnten wir an einem Tag acht Stunden motoren, ohne dass unsere Batterie unter 50% anzeigte. Auch im Hafen hatten wir in diesem Jahr gegenüber den Nicht-FLIN-Besitzern teilweise Vorteile. Denn der Strom in Marstal, der eigentlich aus den blauen Kästen kommen sollte, funktionierte nicht. Wir erinnern uns noch genau, wie ein aufgebrachter Segler neben unserem Boot den Hafenmeister anschrie und uns daraufhin fragte, ob wir denn Strom hätten.

Daraufhin zeigte ein anderer Mann, der das Spektakel beobachtete auf unser FLINsail und lachte: „Ja, ich glaube DIE haben Strom.“ Somit konnten wir uns zurücklehnen, während die anderen nicht wussten, wie sie ihre Verbraucher speisen sollten.

Auch die achtstündige Tour zurück von Marstal nach Kiel verlief für uns trotz Flaute problemlos. Der E-Motor surrt leise, während wir die Sonne genießen. Dank des FLINsails konnten wir die 35 Seemeilen ohne Probleme mit Marschfahrt zurücklegen. Ein rundum gelungener Urlaub ohne die sogenannte Reichweitenangst.

Neele

FAQ

Kann ich das FLINsail während des Segelns nutzen?

Während des Segelns wird das FLINsail in der FLIN-Tasche verstaut und an einem geeigneten Ort bspw. unter Deck gelagert. Bei Flaute oder am Ankerplatz wird das FLINsail oberhalb des eingeholten Großsegels gesetzt.

Müssen die Mastrutscher des Großsegels ausgefädelt werden, um das FLINsail zu setzen?

Nein. Die FLIN-Mastrutscher lassen sich oberhalb des Großsegels in die Mastnut einsetzen. Ist Ihr Mast mit einer T-Schiene ausgestattet, liefern wir passende Mastrutscher zum Aufsetzen. Siehe Mastsysteme.

Wie viele FLINsail-Varianten gibt es?

Das FLINsail ist in den folgenden sechs Varianten erhältlich:

2M-FLINsail 174 W light

2M-FLINsail 174 W tough

3M-FLINsail 261 W

4M-FLINsail 348 W

5M-FLINsail 435 W

6M-FLINsail 522 W

Wo ist der Unterschied zwischen dem 2M-FLINsail light und tough?

Bei der light Variante wird auf eine Versteifung durch Platten hinter dem Modul verzichtet. Sie ist somit etwas preiswerter und dazu sehr leicht. Soll das FLINsail auch bei starkem Wind eingesetzt werden, empfehlen wir das 2M-FLINsail tough. 

Bei den FLINsails ab drei Modulen ist jeweils das obere und untere Solarmodul versteift.

Wie lagere ich das FLINsail?

Das FLINsail wird in der handlichen FLIN-Tasche geschützt gelagert. Die Tasche ist dafür so entwickelt worden, dass nicht nur der Auf- und Abbau erleichtert wird, sondern durch eine Polsterung und Verstärkung das Solarsystem vor leichten äußerlichen Einflüssen geschützt wird.

Das FLINsail kann in der FLIN-Tasche unter Deck oder in einer Backskiste verstaut werden.

Benötige ich einen Laderegler, um das FLINsail zu nutzen?

Ja, ein Laderegler und ein passender Steckverbinder zum FLINsail werden benötigt. Wenn Sie einen passenden Laderegler und eine Schnittstelle haben, können Sie Ihr FLINsail anschließen. 

Wir beraten Sie gerne und bieten einen Laderegler und eine Steckverbindung für Ihr FLINsail an.

Wie kann eine Decksdurchführung aussehen?

Das FLINsail ist ein Plug&Play-System. Um das FLINsail nutzen zu können, müssen daher an der Segelyacht keine konstruktiven Veränderungen vorgenommen werden. Wird es eingesetzt, können die Kabel fliegend durch den Niedergang oder eine Luke verlegt werden. Alternativ kann als Decksdurchführung auch eine feste Buchse am Mastfuß gesetzt werden.

Kann ich das FLINsail an Mastsystemen mit Rollgroßsegel verwenden?

Die meisten Mastprofile, welche für ein Rollgroßsegel vorgesehen sind, besitzen eine zweite Mastnut in der das FLINsail gesetzt werden kann.

 

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